Ortsgeschichte und mehr

Valwig, am schmalen Siedlungsrand des Prallhangs gelegen, hat ein Ortsbild aus römischer Wurzel.

Moseltypisch sind auch die parallel zur Mosel verlaufende Oberstraße (Herrenbergstraße) mit Rathaus und Kirche in der Mitte und die schmalen Gassen senkrecht zum Fluss. Zahlreiche Häuser vom 15. bis 19 Jh. prägen die historischen Ortsbilder von Valwig und Valwigerberg. Valwig wird erstmals im Jahre 866 urkundlich erwähnt. Der Name Valvey (Falavoia) weist in vorrömische, vorchristliche, ja vordeutsche, d. h. Keltische Zeit. Im Ort selbst fanden sich in einem Hause die Reste eines römischen Wohnhauses und einer römischen Badeanlage. Möglicherweise rührt der Name des Ortes von einem ehemals hier wohnenden Römer namens Balbus oder Balbius her: Balbiakum - Siedlung des Balbus oder Balbius.

Im Rahmen der Schiffbarmachung der Mosel entstand das heutige einladende Moselvorgelände. Valwig ist reich an historischen Gebäuden, darunter die Pfarrkirche St. Martin und die Wallfahrtskapelle St. Maria und Maria Magdalena auf dem Valwigerberg.

Die alte romanische Kirche in der Dorfmitte wurde im 19 Jh. abgebrochen, nachdem Johannes Claudius v. Lassaulx (1823-1827), einer der namhaftesten Architekten seiner Zeit, eine neuromanische Kirche (St. Martin) über dem Dorf erbaut hatte.